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Thema: Dulsberg    

 
kein Bild - nur PseudoE-Mail an das Architekturarchiv

Hamburgisches Architekturarchiv der Hamburgischen Architektenkammer

 
nordschleswiger str.

Quelle: Hamburgisches Architekturarchiv (HAA), Bestand Neue Heimat FBA 389


Entstehung des Dulsberg

Von Zineb Bräunig
Schülerin an der Gesamtschule Alter Teichweg


Nachdem 1951 die letzten Trümmer beseitigt worden waren, teilte man den ursprünglichen Stadtteil Barmbek-Südost in Barmbek-Süd und Dulsberg auf.
Der heutige Dulsberg wurde in den 1920er-Jahren von dem Oberbaudirektor Fritz Schumacher als Neubausiedlung in einem größeren Ausmaß als die Jarrestadt entworfen. Das Plangebiet umfasste den gesamten Bereich des Stadtteils zwischen Krausestraße (damals Ahrensburger Straße), dem Osterbekkanal und Tondernstraße. Eulenkamp und Stormarner Straße bildeten die Grenze zum preußischen Wandsbek. Lediglich im südlichen Teil der Dithmarscher Straße gab es eine Bebauung aus der Zeit der Jahrhundertwende.
Parallel zum Osterbekkanal teilt ein Grünzug das Gebiet von West nach Ost.
Schumacher selbst war als Architekt für die Schulen Alter Teichweg, Adlerstraße und Krausestraße verantwortlich. Weitere Architekten waren Hans und Oskar Gerson, Karl Schneider, die Gebrüder Paul und Hermann Frank und die Architektengemeinschaft Klophaus, Schoch, zu Putlitz. Der damals wegweisende Baustil des Reformwohnungsbaus ist heute noch Besuchsziel zahlreicher in- und ausländischer Architekten und Stadtplaner.
Während des Zweiten Weltkrieges wurde Dulsberg durch die Operation Gomorrha fast vollständig zerstört. Vielfach waren allerdings nach der Zerstörung mit Brandbomben noch die Außenmauern erhalten. Daher baute man nach alten Plänen wieder auf. Bei den 1927 bis 1931 von den Gebrüdern Frank erbauten Laubengängen waren nur die obersten Stockwerke betroffen, da für die Decken und Treppenhäuser Beton verwandt wurde.

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hamburg Dulsberg

Quelle: HAA, Bestand Neue Heimat FBA 389

Auf dem Dulsberg


Der Dulsberg ist der Fläche nach einer der kleinsten Stadtteile von Hamburg. Dort leben etwa 17.000 Menschen. Infrastrukturell besitzt der Dulsberg sechs Kindergärten, eine Grundschule, zwei weiterführende Schulen, 62 Handwerksbetriebe, 17 niedergelassene Ärzte und vier Apotheken. Weitere Einrichtungen: Ein Haus der Jugend, ein Spielhaus, ein Stadtteilbüro.
Doch der Dulsberg ist im Vergleich zum Hamburger Durchschnitt einer der ärmsten Stadtteile.Zwar liegt der Anteil der sozialversicherungspflichtig Beschäftigen zwischen 15 und 65 Jahren mit 50,4% noch um 3 % über dem von ganz Hamburg, aber der Anteil der Arbeitslosen zwischen 25 und 65 Jahren liegt mit 11,6% deutlich höher als im übrigen Hamburg wo er “nur“ 7,3% beträgt. Von der Arbeitslosigkeit sind Jugendliche zwischen 15 und 25 Jahren mit 5,9% hier ebenfalls mehr betroffen als in ganz Hamburg mit 4,1%, ebenso wie die älteren Arbeitslosen zwischen 55 und 65 Jahren mit 8% im Vergleich zu 4,7% im Großraum Hamburg. Da ist es nicht verwunderlich, dass der Anteil der Sozialhilfeempfänger mit 12,3% einen traurigen Rekord aufstellt.

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laubengänge

Quelle: HAA, Bestand Frank A 080/7

Doch bei näherem Hinschauen entdeckt man auf dem Dulsberg überaus zahlreiche soziale und kulturelle Einrichtungen, die sehr stark miteinander verknüpft sind und vielfältige gemeinsame Veranstaltungen auf die Beine stellen, was nicht zuletzt auf die rege Unterstützung und Teilnahme der Dulsberger Bevölkerung zurückzuführen ist.

- Stadtteilbüro Dulsberg
- Erziehungsberatung Dulsberg
- Olympiastützpunkt Dulsberg
- Straßensozialarbeit Dulsberg
- “Hotel Aqua Sport“
- 4 Sportvereine
- Nachbarschaftstreff Dulsberg
- 1 Kirchengemeinde
- Mieterverein “das i-Tüpferlchen“
- Cafe Südpol
- Haus der Jugend Dulsberg
- Cafe Riebe
- Jugendmusikschule Dulsberg
- Gölcük Imbiss
- Kulturhof Dulsberg
- Mobiler Haushaltsservice
- Elternschule Dulsberg
- “Mook wat “ –PC-Werkstatt
- Geschichtsgruppe Dulsberg Treff
- Frauenhand Werkstatt
- Probebühne Ernst-Deutsch-Theater
- “Pottkieker“ Stadtteilküche Dulsberg
- Häusliche Krankenpflege
- Villa Dulsberg

Diese Auflistung von der interkulturellen Infrastruktur des Dulsbergs scheint für solch einen kleinen und armen “Schmuddelstadtteil“ unglaublich umfangreich zu sein, doch erhebt sie noch nicht einmal den Anspruch auf Vollständigkeit.

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Dulsberg2

Quelle: HAA, Bestand Neue Heimat FBA 282.
Fotograf: Hamburger Aero Lloyd

Umbau Straßburger Platz


Im September 2004 wurde der zentrale Platz des Stadtteils Dulsberg, der Straßburger Platz, umgestaltet. Die Sichtachse von der Straßburger Straße auf die Apsis der Kirche wurde wieder freigelegt.
Zudem wurde der Platz für einen Markt hergerichtet. Dafür mußte die Tragfähigkeit des Bodens erhöht und Zu- und Abfahrten mußten geschaffen werden.
Die Maßnahme sollte dem Platz wieder den Stellenwert geben, der ihm gebührt: nämlich den des zentralen Quartiersplatzes mit regelmäßigen Marktzeiten.
Der Platz ist wieder der Knotenpunkt des Stadtteillebens geworden.

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Straßburger platz

Quelle: HAA, Bestand Neue Heimat DJ 2.021.1

Quellennachweise:


http://www.dulsberg.de/dulsberg_ergebnisbericht.pdf
http://de.wikipedia.org/wiki/Hamburg-Dulsberg
http://fhh1.hamburg.de/fhhbehoerden/behoerden/behoerde_fuer_inneres/statistik
http://www.hamburg.de/artikel
http://www.dulsberg.de/welcome/statistik.htm

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Innenhof Laubenganghäuser

Innenhof der Laubenganghäuser. Foto: Wikipedia, Artikel "Laubenganghäuser Dulsberg"

 

rotes QuadratLiteratur zum Thema im Architekturarchiv


Eine Auswahl

  • Frank A 077 Werbung für Laubengang-Wohnungen. Hrsg.: Dulsberg-Süd Baugesellschaft m.b.H. / Baugesellschaft "Am Planschbecken". Ohne Datum (ca. 30er Jahre). 1 Ausriss oder beschnittener Handzettel
  • Schramm SX 03 Aus Gängen und Gassen werden Straßen und Plätze. Aus: Hamburger Fremdenblatt Nr. 240 vom 30.8.1930, S. 18-19. 2 Exemplare vorhanden
  • AIV Bibliothek III 170 Leitgedanken für Stadtteile der inneren Stadt in Hamburg. Hrsg.: Baubehörde in Zusammenarbeit mit der Staatlichen Pressestelle. Hamburg 1977. 17 Hefte gebunden in einem Band
  • AIV Bibliothek V 631 Matthias Schirrmacher: Die Müllverbrennungsanstalt am Alten Teichweg. Ein Beitrag zur Industriegeschichte des Stadtteiles Hamburg-Dulsberg. (Geschichte des Dulsbergs ; Nr. 9). Hamburg: Geschichtsgruppe Dulsberg, 1992. 50 Seiten. IDN: 945386427
  • Bibliothek 3405 Erhaltungs- und Gestaltungskonzept Milieugebiet Dulsberg. Verfasser: Bezirksamt Hamburg-Nord und Architekten Contor im Auftrag des Bezirksamts Hamburg-Nord. Hamburg: Selbstverlag, o.J. 143 Seiten
  • Bibliothek 3466 Die Schiffszimmerer-Häuser in Dulsberg 1922-1999. Text: Michael Koglin. Hrsg.: Allgemeine Deutsche Schiffszimmerer-Genossenschaft. Hamburg: Selbstverlag, 1999. 30 Seiten
  • Bibliothek 4019 Armutsbekämpfung in Hamburg. Rahmenkonzept des Senats vom 6.12.1994. 3. Auflage. Hrsg.: Stadtentwicklungsbehörde. Hamburg: Selbstverlag, 1995. 26 Seiten
  • Bibliothek 4195 Stadtviertel in Bewegung. Soziale Stadtteilentwicklung in Hamburg. Katalog zur Ausstellung im Rathaus 19. bis 21. April 1999. Hrsg: Stadtentwicklungsbehörde Hamburg. Hamburg: Selbstverlag, 1999. 54 Seiten
  • Bibliothek 5429 Leitgedanken für den Stadtteil Dulsberg. Reihe: Leitgedanken für Stadtteile der inneren Stadt in Hamburg. Hrsg.: Baubehörde in Zusammenarbeit mit der Staatlichen Pressestelle. Hamburg 1977. 7 Seiten + Anhang
  • Bibliothek 6709 Frank P. Hesse: Großstadtgrün in der Dulsberg-Siedlung. In: Historisches Grün und Denkmalschutz, S. 18-19
  • Bibliothek 7005 Paul A.R. Frank und der Wohnungsbau im Hamburg der 20er und 30er Jahre. Übung im Rahmen des Seminars Siedlungssoziologie I - III von Ulf Aschenbrenner bei Prof. K. Weresch. Ohne Angaben. 50 Seiten + Anhang
  • Frank A 082 Dulsberg 1903-1943. Fundstücke, Erinnerungen und Schnappschüsse aus der Geschichte eines Stadtteils. Zusammengestellt von Susanne Märtens u.a. 2. verbesserte Auflage. Hrsg.: Geschichtsgruppe Dulsberg. Hamburg: Selbsxtverlag, 1991. 32 Seiten
  • Frank A 093 Edward Prince of Wales inspected on the 15th of October 1932 in Hamburg the balcony-houses on Dulsberg accompanied by the Duke of Kent and led by the town-major Dr. Carl Petersen. Mappe zusammengestellt von Paul A.R. Frank. Enthält Typoskripte, Fotos u.a.
  • AIV Bibliothek IV 336 Dulsberg - hart am Rand und mittendrin. Stadteilgeschichte(n). Hrsg: Geschichtsgruppe Dulsberg. Hamburg: Geschichtsgruppe Dulsberg, 1992. 196 S. IDN: 945353022
  • AIV Bibliothek VI 136 Carsten Homeister, Christiane Schmelcher: Freiräume im Siedlungsbau der 20er Jahre dargestellt am Beispiel Hamburg-Dulsberg. (Geschichte des Dulsbergs: Nr. 10). Hamburg : Geschichtsgruppe Dulsberg, 1993. 162, VI S. IDN: 945346182
  • Bibliothek 3811 Bebauung Alter Teichweg. In: Wohnungsbau in Hamburg. Hamburg: Ludwig Schultheis Verlag, o.J., S. 126-127
  • Bibliothek 4801 Dirk Schubert: Wohnsiedlungen, Wohnbauten und Wohnreformen. 75 Jahre Wohnungsbauunternehmen Frank. Hrsg.: Fritz-Schumacher Gesellschaft. Hamburg: Sautter + Lackmann, 2001. 101 Seiten
  • Bibliothek 4911 Siedlungen der 20er Jahre in Hamburg. In: Manfred F. Fischer: Phoenix und Jahresringe. Beiträge zur Baugeschichte und Denkmalpflege in Hamburg. Hamburg: Christians, 1989, S. 123-148
  • Bibliothek 7470 Das künftige Gesicht der Weltstadt Hamburg. Schriften zum Bau-, Wohnungs- und Siedlungswesen, Heft 27. Reihe: Deutsche Städte heute und Morgen (II). Hrsg.: Justus Buekschmitt. Hamburg: Verlag der Werkberichte Justus Buekschmitt, 1958. 63 Seiten
  • Bibliothek 8231 Siedlungen der 20er Jahre. Dokumentation der Tagung vom 13. - 15.5 1985 in Berlin.. Schriftenreihe des Deutschen Nationalkomitees für Denkmalschutz, Band 28. Bonn, 1985. 207 Seiten
  • Bibliothek A 4 - 54 Schumacher, Fritz. Das Werden einer Wohnstadt. Bilder vom Neuen Hamburg. Reihe: Hamburgische Hausbibliothek. Hamburg: Georg Westermann, 1932. 85 + 69 Seiten
  • Bibliothek B 2 - 163 Neuere Schulbauten und öffentliche Gebäude. In: Hygiene und soziale Hygiene in Hamburg. Hrsg.: Gesundheitsbehörde Hamburg. Hamburg: Paul Hartung, 1928, S. 629-637
  • Bibliothek B 2 - 208 Der Heimbau im Gebiet Hamburg. Bearbeitung: Kramer. Hrsg.: NSDAP, Reichsjugendführung. o.O.: Selbstverlag, o.J.
  • Bibliothek B 2 - 257 So gesehen... Dulsberg: Seine Menschen, seine Gebäude. 1. Auflage. Fotografien: S. Kieß, Th. Lemnitzer. Gedichte: G. Grass. Texte: U. Beck, M. Alisch, J. Dangschat, D. Schädel, J. Neumeister, R. Tollkühn. Hamburg: Dölling und Galitz, 1998. 168 Seiten
  • Bibliothek B 3 d - 106 Milieugebiet Dulsberg. Erhaltungs- und Gestaltungskonzept Milieugebiet Dulsberg. Bearbeitung: Udo Krebs / Uwe Ferdinand / Julius Ehlers. Hrsg.: FHH / Bezirksamt Hamburg-Nord. Hamburg, o.J.. 144 Seiten
  • Bibliothek C 1 - 102 Decken, Dächer, Fußböden. Ein Beitrag zu den Bauproblemen der Wiederherstellung von Wohnraum. Hrsg.: Ausschuß für Neue Baustoffe und BauweisenHamburg: Br. Sachse, 1947. 35 Seiten
  • Ausrisse ZA 1207 Bevölkerung in Dulsberg u. Barmbek-Süd vor Umwandlung schützen. Senat beschließt Untersuchung zur sozialen Erhaltungsverordnung. Aus: Meldungen v. 24.6.99, S. 1-2. Hrsg.: Staatl. Pressestelle
  • Frank A 084 Hamburg-Dulsberg. Lageplan und Grundrisse alter und neuer Typ. Bauherr: Siedlungsgesellschaft Hermann und Paul Frank, Architekturbüro: Paul A.R. Frank. Ohne Angaben, O.J. 1 Handzettel
  • Frank A 085 Laubenganghäuser auf dem Dulsberg-Gelände. Hrsg.: Paul A.R. Frank, Hausverwaltung. Ohne Datum (um 1930). 1 Blatt
  • Schramm SX 13 Das wachsende Hamburg: Nord-Barmbeck / Dulsberg-Gelände. Offsetdruckbeilage der Hamburger Nachrichten, Nr. 2 vom 12.1.1929
  • Zeitschriften AR rechts 11 D Hamburgs 65. U-Bahn-Haltstelle feierlich eingeweiht. In: Fahr mit uns, Heft 1/1963, S. 10 Zeitschriften AR rechts 11 D U-Bahnstreckenabschnitt Alter Teichweg - Wandsbek-Gartenstadt. In: Fahr mit uns, Heft 3/1963, S. 3-6
  • Zeitschriften Sonderstandort Michael Mathe: Soziale Stadtteilentwicklung. In: Stadtdialog Hamburg Nr. 9 / November1998, S. 6-8
  • Zeitschriften 12 G(Einzelhefte 7) Der Dulsberger Nr. 2 / Juni 1998
  • Zeitschriften BIB 12 C Johanna Spalink-Sievers: Freiflächen-Entwicklungskonzept Dulsberg. In: Stadt und Grün / Das Gartenamt, Nr. 5/1997, S. 305-310
  • STEB LSP LPK546 Gutachten zum Landschaftsrahmenplan Barmbek-Nord, Barmbek-Süd und Dulsberg. Auftraggeber: Umweltbehörde, Amt für Landschaftsplanung. Bearbeiter: Schulze/Andreä, Bielfeldt/Torpus. Hamburg 1985.

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Prince of wales

Edward Prince of Wales besucht den Dulsberg im Jahre 1932
Quelle: HAA, Bestand Frank A 093

 

rotes QuadratBestände zum Thema im Architekturarchiv


Grünes DreieckBestand Frank Schriftliche Unterlagen, Fotos

Grünes DreieckBestand Neue Heimat

Fotos

Grünes DreieckBestand Gerson

Fotos, Pläne

Grünes DreieckBestand Karten

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Grünes DreieckBestand Rheinländer

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Grünes DreieckBestand Schramm

Zeitschriftenausrisse etc.

 

 
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