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Zu den bekannteren Bauten Heinz Graafs gehört der Busbahnhof
Wandsbek Markt mit seinen expressiv geschwungenen Dächern und das
Verwaltungsgebäude des Deutschen Rings an der Ludwig-Erhard-Straße
(mit Joachim Matthaei),
das allerdings mittlerweile von BPHL mit einer neuen Glashaut versehen
wurde. Ein schönes Beispiel für die Leichtigkeit der Moderne
gelang ihm mit dem Kleinen Teehaus für die IGA 63. Volkwin Marg nennt es
einen "unprätensiösen, filigranen Pavillon", der an japanische
Vorbilder erinnert.
1968 ging Heinz Graaf eine Partnerschaft mit Peter Schweger ein.
In dieser letzten Schaffensperiode entstanden Bauten wie der mittlerweile
leider abgerissene Pavillon am Gerhart-Hauptmann-Platz oder das Kaufmannshaus
an den Großen Bleichen.
An Graafs Architekturstil wird stets hervorgehoben, dass er "immer
knapp" war, "nie gab es etwas Überflüssiges" (Bernhard Winking). Uwe
Köhnholdt lobt die handwerkliche Genauigkeit der Bauten und spricht von
einer "Ästhetik des Reduzierten". Graaf habe Gebäude entwickelt, die
nicht spektakulär, sondern dauerhaft und solide sind". Mirjana Markovic
spricht davon, dass ihm alles Auftrumpfende ein Gräuel war.
Architekturmoden gegenüber blieb er immun.
Bekannter als Graaf selber wurden einige seiner Mitarbeiter und
Partner: Mirjana Markovic, Peter Schweger, Konstantin Kleffel und Uwe
Köhnholdt. Nach Meinung von Volkwin Marg hatte Heinz Graaf "eine besondere
Begabung im Heranziehen junger Talente. Er konnte Qualität erkennen und
förderte sie". Dabei war ihm Konkurrenzdenken offenbar fremd. Zeitgenossen
sprechen immer wieder davon, dass Heinz Graaf ein integerer und integrierender
Mensch mit herzlicher Ausstrahlung war.
Quelle der Zitate: unveröffentlichte Manuskripte von Jan Esche im Bestand Graaf
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