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JOHN EHRENTEIT
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Geboren 1886. Ehrenteit war der erste Geschäftsführer
der Neuen Heimat, die sich damals noch Gemeinnützige
Kleinwohnungsbaugesellschaft Groß-Hamburg (GKB) nannte. In den Zwanziger
Jahren war er außerdem an der Gründung der AGEKA beteiligt.
Ehrenteit war gleichermaßen in der Politik und in der
Gewerkschaftsbewegung tätig.
- 1919 bis 1933 Abgeordneter der Bürgerschaft in
Hamburg
- 1919 geschäftsführender Vorsitzender des
Zentralverbandes der Angestellten Hamburg
- 1921 geschäftsführender Vorsitzender des Allgemeinen
Deutschen Gewerkschaftsbundes Hamburg
- 1926 bis 1933 Geschäftsführer der GKB
- 1929 bis 1933 Senator in Hamburg
John Ehrenteit starb am 3. März 1968
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PAUL BEBERT
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Geboren am 3. Oktober 1893. Ein Gewerkschafter, der nach 1945 von
den Allierten zum Treuhänder der Neuen Heimat eingesetzt wurde.
- 1911 Eintritt in die Gewerkschaftsbewegung
- 1924 Tätigkeit im Hauptvorstand des Baugewerkbundes
- 1946 bis 1949 Abgeordneter der Hamburger Bürgerschaft
- 1946 bis 1957 Mitglied der Baudeputation
- 1946 bis 1957 Aufsichtsratsvorsitzender der Bauhütte
Nord
- 1946 bis 1961 Aufsichtsratsvorsitzender der Baugenossenschaft
Freier Gewerkschaften
- 1949 bis 1952 Treuhänder der Neuen Heimat
- 1950 bis 1958 Aufsichtsratsmitglied beim Neuen Heim
(später Neue Heimat Nord)
- 1951 bis 1961 Nochmals Abgeordneter der Bürgerschaft
- 1955 bis 1961 Aufsichtsratsvorsitzender der AGEKA in
Hamburg
Paul Bebert starb am 3. Mai 1976
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HEINRICH PLETT
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Volkswirt. Plett war der erste Geschäftsführer der Neuen
Heimat nach dem 2. Weltkrieg. Er setzte sich erfolgreich für die
organisatorische Zusammenfassung der Neue-Heimat-Gesellschaften ein, nutzte die
Möglichkeiten des Kapitalmarktes bis an die Grenzen und engagierte mit
Vorliebe namhafte Architekten für Bauvorhaben der Neuen Heimat. Eine
andere wichtige Person kam mit ihm aus Kassel zur Neuen Heimat in Hamburg:
Albert Vietor.
- 1908. Geboren am 19. Juni in Kassel
- Mittlere Reife
- 1.4.1924. Bankhaus in Kassel. Gewerkschaftsmitglied
- Mitglied der SPD
- 1933 Verhaftung
- Tätigkeit in Maklerbüro, dann Dresdner Bank in
Berlin
- 1940 Hilfspolizist
- 1944 Waffendienst
- 1945 Wieder aktiv in Gewerkschaft und SPD
- 1946 Neue Heimat Kassel
- Gründung eines Genossenschaftsrings
- Gründung von Selbsthilfeorganisationen
- Gründung der Südwestdeutschen Treuhand
- 1.1.1950 Geschäftsführer Neue Heimat Hamburg
- 14.1.1963 gestorben
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ALBERT VIETOR
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"King Albert" nannten sie den begeisterten Freizeitkapitän,
der die Neue Heimat seit 1963 regierte. In diesem Jahr wurde er zum
Vorsitzenden, nachdem Heinrich Plett überraschend gestorben war. Plett war
es, der Vietor mit nach Hamburg zur Neuen Heimat brachte. Man kannte sich aus
der gemeinsamen Arbeit für die Neue Heimat Kassel. Albert Vietor wurden
ebenso wie Plett besondere Fähigkeiten im Finanzmanagement nachgesagt. Die
reichten aber nicht aus, um die Neue Heimat aus den schwierigen Gewässern
zu steuern, in die das Unternehmen seit Ende der 70er Jahre geriet. Seit 1982
haftet an Vietors Namen der Geruch von Vorteilsnahme und Manipulation. Am 15.
Februar 1982 erschien das Nachrichtenmagazin "Der Spiegel" mit einem Foto
Albert Vietors auf der Titelseite und der Überschrift "Neue Heimat: Die
dunklen Geschäfte von Vietor und Genossen". Vietor überlebte den
"Neue-Heimat-Skandal" nur etwas mehr als
zwei Jahre.
- 1922. Am 16. Mai geboren in Kassel. Vater
Lebensmittelkaufmann
- 1934 Tod des Vaters. Albert Vietor muß im elterlichen
Laden arbeiten
- 1936 Beginn einer Lehre als Lebensmittelkaufmann
- Arbeitsdienst
- Wehrdienst
- russische Kriegsgefangenschaft
- 1945 Rückkehr nach Kassel
- 1.12. 1945 Mitarbeiter Neue Heimat Kassel
- 1946 Beginn der Zusammenarbeit mit Heinrich Plett
- Februar 1946 Gewerkschaftsmitglied
- April 1946 Heirat (Gerda)
- 1948 Tochter Waltraud
- 1950 Mitarbeiter der Neuen Heimat Hamburg
- 1.5. 1950 Prokurist der NH
- 1953 Tochter Margot
- 1954 Kaufmännischer Geschäftsführer der NH
- 1958 Stellvertretender Vorsitzender der NH
- 1963 Vorsitzender der Neuen Heimat
- 1982 Neue-Heimat-Skandal. Vietor wird abgesetzt
- 1984 Gestorben am 26.11. in Ronco bei Ascona (Schweiz)
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HARRO IDEN
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Volkswirt, Finanzfachmann, Dr. rer. pol. Geboren am 5. November
1928 in Hamburg. Studierte von 1949 bis 1952. Seit dem 1. Oktober 1955
Mitarbeiter der Neuen Heimat. Seit 1963 Mitglied der
Geschäftsführung. Am 1. Juli 1977 zum stellvertretenden Vorsitzenden
der Neuen Heimat berufen. Gestorben am 1. April 2009 in Hamburg
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WOLFGANG VORMBROCK
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Volkswirt. Geboren am 11. Oktober 1926 in Dortmund. 1947
Reifeprüfung am Realgymnasium in Kassel. Ab 1948 Studium der
Volkswirtschaft in Marburg. 1952 Diplom. Nach dem Studium bei der
Westfälisch-Lippischen Heimstätte tätig. Seit 1957 bei der Neuen
Heimat. 1970 wurde er Mitglied im Vorstand.
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WALTER BEYN
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Architekt. Geboren am 26. Juni 1912 in Hamburg. Nach dem Besuch
der Technischen Staatslehranstalt in Hamburg arbeitete er zunächst in
verschiedenen Architekturbüros und in einem Industriewerk. 1939
stieß er zur Neuen Heimat, zunächst als technischer Angestellter.
Seit 1. Mai 1950 Prokurist und ab 1. Dezember 1954 Geschäftsführer
der Neuen Heimat Hamburg. Nach 1950 baute er die technische Abteilung der NH
auf. 1958 wurde er in den Vorstand der Neuen Heimat berufen, seit 1. März
1963 war er stellvertretender Vorsitzender der Gesellschaft bis zu seiner
Pensionierung am 30.6.1977. Beyn war auch politisch tätig. 1954 bis
1961 gehörte er der Hamburger Bürgerschaft an. Walter Beyn setzte
sich besonders für die Rationalisierung im Wohnungsbau ein. Unter seiner
technischen Oberleitung entstand das Wohnhochhaus am Habichtsplatz in
Hamburg-Barmbek im neuen Gleitbauverfahren.
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GEORG BAMBERG
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Architekt. Bamberg kam von anderen Wohnungsunternehmen zur Neuen
Heimat. Er setzte sich besonders für die Rationalisierung von Planung,
Bauabläufen und Bautechnik ein. Er zeichnete mitverantwortlich für
viele Großsiedlungen wie Lohbrügge-Nord, Rahlstedt-Ost, Osdorfer
Born, Mümmelmannsberg, Kiel-Mettenhof und Lübeck-Buntekuh. Hobbies:
Theater, Tennis, Wassersport.
- 4.11.1910 Geboren in Berlin.
- 1930 Abschluß der Ausbildung an der städtischen
Baugewerk-Schule in Berlin
- 1933 Diplom an der Staatlichen Hochschule für Baukunst in
Weimar
- Mitarbeiter in diversen Architekturbüros
- 1936 Tätigkeit in der Wohnungswirtschaft
- 1956 Mitarbeiter der Neuen Heimat, Prokurist
- 1958 Abteilungsdirektor der Neuen Heimat Nord
- 1965 technischer Geschäftsführer der Neuen Heimat
Nord
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PETER DRESEL
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Dresel kam 1960 als Architekt zur Neuen Heimat, wo er es
zum Leiter einer Planungsabteilung , zum Geschäftsführer
und 1976 schließlich in den Vorstand der Unternehmensgruppe
brachte.
- 2.4.1927 geboren in Dessau
- Grundschule und Gymnasium in Dessau
- 1944 Schulabschluß
- 1944-1945 Arbeits- und Militärdienst
- 1945-1946 Arbeit in der Landwirtschaft
- 1947-1952 Studium der Architektur an der TH
Karlsruhe, Diplom
- 1953-1956 Mitarbeiter in den Büros Egon Eiermann
und Robert Hilgers (Karlsruhe)
- 1956-1959 Arbeit in den Büros Vedres und Boileau
+ Labourdette, Paris
- 1960-1962 Architekt bei der Neuen Heimat Hamburg
- 1962-1965 Aufbau und Leitung eines Planungsbüros
für die Neue Heimat in Mannheim
- 1965-1969 Leitung der Planungsabteilung der
Neue Heimat Baden-Württemberg
- 1969 Geschäftsführer der Neue Heimat Baden-Württemberg
- 1972 Lehrauftrag an der Universität Stuttgart
"Stadtentwicklung und Wohnungsbau"
- 1975 Berufung in den Verwaltungsrat der Forschungsgemeinschaft
Bauen und Wohnen
- 1976 Berufung in den Vorstand der Unternehmensgruppe
Neue Heimat
Angaben zum Lebenslauf: Bestand Gerd Behrens,
Unterlagen der Akademie für Städtebau und Landesplanung
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HEINZ GROSSE
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Heinz Grosse war an der Planung von Neu Altona beteiligt,
ebenso an mehreren Projekten der Neuen Heimat wie St.
Lorenz Nord in Lübeck, Aachen-Hanbruch oder Ratingen-West
- 22.12.1919 geboren in Hamburg
- 1949 Diplon Dipl. Ing. an der TU Braunschweig
- 1949-1962 Mitarbeit in verschiedenen Architektur-
und Planungsbüros
- 1962-1965 Chefplaner der BEWOBAU
- 1965 Abteilungleiter der Neue Heimat in Hamburg
Angaben zum Lebenslauf: Bestand Gerd Behrens, Unterlagen der Akademie
für Städtebau und Landesplanung
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HANS KONWIARZ
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Die neue Heimat
beschäftigte eine Reihe Architekten in ihrem Hause,
darunter waren auch einige, die außerhalb des Gewerkschaftsunternehmens
bekannt wurden, etwa der begnadete Zeichner Peter Wels
oder etwa der "andere" Karl Schneider, der
u.a. die Erweiterung des Arbeitsamtes Altona in den
50er Jahren plante. Ähnlich wie Schneider war
Hans Konwiarz selbständiger Architekt, bevor er zur
Neuen Heimat ging. Er blieb dem Gewerkschaftsunternehmen
bis zum nahenden Rentenalter treu, als der Neue-Heimat-Skandal
ins Rollen kam, war Konwiarz gerade wieder freischaffender
Architekt geworden. Hans Konwiarz war an der Planung
vieler Projekte der Neuen Heimat in Schleswig Hostein
beteiligt, z.B. Kiel-Pries, Kiel-Mettenhof, Kiel-Suchsdorf,
Lübeck - St. Lorenz-Nord, Hans-Böckler-Siedlung in Neumünster.
Am bekanntesten wurde Konwiarz mit dem Entwurf für
ein Alsterzentrum in Hamburg-St. Georg aus dem Jahre
1966. Das Modell für dieses Hochhauszentrum ging durch
die Medien und wurde auf mehreren Ausstellungen gezeigt.
Realisiert wurde das Alsterzentrum nie - glücklicherweise
werden die meisten sagen. Die Gestalt des Alsterzentrums
scheint eine Vorliebe Konwiarzs' für futuristische Formen
und vor allem für terrassierte Bauten zu verraten.
Etwa aus der gleichen Zeit wie das Alsterzentrum
stammen Entwürfe für ein Centro Cultural Pindorama in
Brasilien. In den 70er Jahren entwarf er u.a. ein Hotel
in Al Khobar (Saudi Arabien, mit Herbert Weisskamp).
Zu vielen Projekten schrieb Konwiarz Artikel in den
Neue Heimat Monatsheften.
- 1919 geboren in Breslau
- 1938-1940 Studium an der Staatlichen Akademie für Kunst und
Kunstgewerbe in Breslau
- 1941-1945 Kriegsdienst
- 1945-1952 Mitarbeiter in den Büros Apenbrink, Stammann und
Schlote
- 1952-1954 freier Architekt in Hamburg
- 1954-1980 Tätigkeit für die Neue Heimat Hamburg
- 1980 freier Architekt in Hamburg
Biografische Angaben: ifa Institut für Auslandsbeziehungen, Deutsche Kunst im Ausland
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