Hamburgisches Architekturarchiv der Hamburgischen Architektenkammer |
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Carola Hein City Nord - eine Geschäftsstadt im Grünen"Ein Hochhaus und Verwaltungsviertel nördlich des Hamburger Stadtparks, diese erste Vision einer 'inneren Trabantenstadt' präsentierte Oberbaudirektor Werner Hebebrand im Dezember 1958. Die konzentrierte und umfangreiche Verlagerung nicht citygebundener Verwaltungen in ein geschlossenes Geschäftsgebiet am Stadtrand sollte die City entlasten. In Hamburg breitete sich, wie in vielen alten Innenstädten, die Verwaltungs- und Büronutzung rapide aus und zerstörte den früher multifunktionellen Charakter des Zentrums. Weitere Großbauten hätten die historische Struktur der Innenstadt vernichtet und darüber hinaus ungeheure Verkehrsprobleme geschaffen. Eine - mehrfach angedrohte - Abwanderung der Konzerne in andere Großstädte wollte die Stadt Hamburg verhindern. Aus politischen und strukturellen Gründen kam eine konzentrierte Ansiedlung der Verwaltungen im Hamburger Umland, die Gründung einer neuen Stadt nach englischem Vorbild, für den Stadtstaat Hamburg nicht in Frage. Von einem Besuch in New York brachte Hebebrand die Idee einer zweiten Geschäftsstadt mit. Wie am Central Park sollte ein besonders ausgewiesenes Gebiet die ausgelagerten Verwaltungen aufnehmen. Nicht in städtischer Verdichtung mit Hochhäusern, sondern gemäß den Vorstellungen des 'modernen Städtebaus', durchgrünt, aufgelockert und gegliedert... Mit einer groß angelegten Werbekampagne versuchte der Senat, das Interesse der Firmen und die Unterstützung der Bevölkerung für die Ausweisung eines Geschäftsgebietes zu gewinnen. Am Stadtpark, nur sechs Kilometer von der Innenstadt entfernt, war ein ausreichend großes und verkehrsgünstig gelegenes Gelände vorhanden, das im Gegensatz zu anderen Planungs- und Sanierungsgebieten in Altona/Ottensen oder St. Georg nur mit Behelfsheimen bebaut war und sich bereits im Besitz der Hansestadt befand. Die geplante Ost-Tangente des Stadtautobahnnetzes sollte die Verbindung zum Flughafen Fuhlsbüttel, zum geplanten Großflughafen Kaltenkirchen und zur Autobahn im Süden herstellen. Östlich und westlich der Alster bestanden mehrere Straßenverbindungen zur Innenstadt. U- und S-Bahn-Linien waren in Stadtparknähe vorhanden, eine weitere U-Bahn-Linie vom Hauptbahnhof Richtung Norden sollte den westlichen Teil der Geschäftsstadt unterqueren, und an der Sengelmannstraße war eine neue Station vorgesehen. Dem Geist der Zeit entsprechend sollten Hubschrauber als Lufttaxis die Geschäftsstadt mit Flughafen und Innenstadt verbinden..." |
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| Karl Heinz Hoffmann Hamburgisches Architekturarchiv |