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Schriftenreihe: Leseprobe 7     

 
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Hamburgisches Architekturarchiv der Hamburgischen Architektenkammer

 
Titelseite

Hartwig Barg: Hans Ross 1873 - 1922. Zur Heimatschutz- und Reformarchitektur in Schleswig-Holstein. Hamburg: Junius Verlag, 1992. 171 Seiten

"Warum Hans Roß?

Mit Hans Roß lernen wir einen typischen Vertreter der jüngeren schleswig-holsteinischen Architekten-Generation aus der Zeit des beginnenden 20. Jahrhunderts kennen. Im Alter von 28 Jahren kommt Roß als Baukünstler nach Schleswig-Holstein und beginnt unter dem Eindruck der Lehrinhalte der süddeutschen Bauschulen eine bemerkenswerte Karriere. Roß lebt und wirkt in einer Zeit der Neuorientierung in der Baukunst und durchlebt die Veränderungen, die in den Jahren nach der Jahrhundert­wende insbesondere in diesem Bereich um sich greifen, besonders nachhaltig. Mit Hilfe der Darstellung seines Werdeganges können wir uns heute ein Bild von diesen Veränderungen machen.

Erst bei näherer Betrachtung gehört der Baukünstler Hans Roß im Raum Schleswig-Holstein zu den klangvollen Architektennamen in der Zeit vor dem Ersten Weltkrieg. Erste Aufmerksamkeit erregt seine Architektur durch eine achtseitige Veröffentlichung in der architektonischen Fachzeitschrift Moderne Bauformen im Jahre 1910, in der vier seiner bis dahin realisierten Projekte mit z.T.. ganzseitigem Bildmaterial vorgestellt werden. Hier erfahrt der Leser in einem kurzen Aufsatz, daß Roß seine künstlerische Ausbildung bei Friedrich von Thiersch erhalten hat. »Zur heimischen Architektur« ist der Titel einer kritischen Betrachtung der modernen nordelbischen Baukultur im Schleswig-Holsteinischen Kunstkalender des Jahres 19127, in der u.a. zwei Projekte von Hans Roß als vorbildlich im Sinne des Heimatschutzgedankens abgebildet werden. Im Jahre 1920 widmen die Modernen Bauformen dem Architekten Roß ein dreißigseitiges Sonderheft8, in dem der Altonaer Museumsdirektor Otto Lehmann insgesamt zwölf jüngere Projekte mit z.T. ganzseitigem Bild­material vorstellt und auf mehreren Seiten kommentiert.

Wohl die eindrucksvollste Ehrung erfährt Hans Roß durch Hermann Muthesius, der in seinem 1920 veröffentlichten Buch "Landhaus und Garten" zusammen mit Harry Maasz insgesamt vier der von Roß realisierten Landhäuser abbildet und kurz be­schreibt.9 Anhand ausgesucht guter Beispiele versucht Muthesius, Rezepturen für das Bauen nach dem Kriege zu entwickeln. Daß Hans Roß neben Erich Elingius, Hans und Oskar Gerson, Glogner & Vermehren, Paul Mebes, Bruno Möhring, Bruno Paul, Ernst Prinz, Richard Riemerschmid, Paul Schmitthenner und Johann Theede als beispielhaft dargestellt wird, ist in der Tat eine große Ehre."

 
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© Karl Heinz Hoffmann
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